Möbeldesign – früher pompös heute minimalistisch

Das Möbeldesign hat sich im Laufe der Jahrzehnte deutlich gewandelt. Standen früher stattliche, ausladende Möbelstücke aus massivem und dunklem Holz im Mittelpunkt eines Hauses, fügen sich heute Möbelstücke gekonnt und harmonisch ins Gesamtbild. Überladene Räume sind mittlerweile passé – moderne Einrichtung ist durchdacht und platzsparend konzipiert. Multifunktionsmöbel und Systemmöbel lassen auch in kleinsten Wohnungen genügend Platz.

Stile vergangener Zeiten

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren Möbel im barocken Design oder Jugendstil in Mode. Wuchtige, pompöse Schränke waren mit zahlreichen Verzierungen und Drechselarbeiten versehen. Tischbeine konnten geschwungen oder ebenso gedrechselt sein. Meist hatten die Möbel Zierleisten und aufwendig geschliffene Holzkanten. Geschnitzte Ornamente zogen die Blicke auf sich. Die schweren Möbel wurden oft aus dunklen Holzarten gefertigt oder dunkel gebeizt. Zierelemente wurden gerne mit Gold versehen oder auch mit anderen Farben abgesetzt. In Häusern in ländlichen Regionen waren zudem Bauernmöbel zu finden, die liebevoll bemalt wurden. Die Polstermöbel waren ebenso pompös. Aufwendig gearbeitete, geschwungene Stuhlbeine verbreiterten auch optisch die ausladenden Stühle. Diese waren oft mit Samtbezügen ausgestattet. Bezogene Armlehnen sorgten für angenehmen Sitzkomfort. Die Betten waren generell auffallend groß und hoch. Oftmals erzeugte ein Betthimmel eine gemütliche und geborgene Atmosphäre. Schwere Brokatstoffe ergänzten das herrschaftliche Design der damaligen Zeit.

Aktuelle Möbeltrends

Die heutige Inneneinrichtung ist mit der vergangenen Zeit nicht mehr zu vergleichen. Zwar sind nach wie vor antike Möbelstücke der damaligen Zeit beliebt, diese dienen dann aber in einem modern eingerichteten Wohnraum als besonderes Highlight und werden passend in Szene gesetzt. Moderne Möbel sind heutzutage oft in einem minimalistischen Design gehalten. Formen gehen ineinander über und Ecken und Kanten werden gezielt reduziert. Gerade bei Polstermöbeln fällt dies auf: Die Sitzflächen gehen nahtlos in geschwungene Armlehnen über. Die Füße wirken wie aus einem Guss oder sind versteckt angebracht. Auch bei Regalen und Schränken integrieren sich Fächer und Schublade oft besonders elegant: Versteckte Griffleisten ermöglichen eine ebene Front. Die Farben und Materialien der Möbelstücke sind heute nicht nur auf dunkles Holz beschränkt. Sehr dunkle Töne sind nach wie vor modern, werden aber gerne mit Weiß kombiniert. Elemente aus Teakholz, Walnuss und Palisander geben einem weißen Möbelstück eine besondere Eleganz. Auch hochwertige Badezimmermöbel werden gerne in diesen Holzarten gefertigt. Neben Holz ergänzen auch Materialien wie Glas und Metall eine zeitgemäße Inneneinrichtung. Glastische stehen gerne auf raffinierten Beinen aus Metall – geschwungen oder in Form einer Skulptur geben sie dem Wohnzimmer einen ganz besonderen Charakter, ohne dabei den Raum optisch zu überladen.

Farb- und Materialwahl

Die Zeit der schweren, pompösen Möbel ist Vergangenheit. In die Wohnräume sind Leichtigkeit und Licht eingekehrt. Dunkle Möbel erfahren eine Auflockerung durch helle Elemente. Beim puren Einrichtungslook ist Weiß nach wie vor gern gewählte Farbe. Farbakzente werden mit Stoffen, Dekorationsartikeln oder einzelnen Möbelstücken gezielt gesetzt. Nutzelemente wie Fächer und Schubladen integrieren sich nahtlos und bilden ein harmonisches Gesamtbild. Durch funktionale Möbel wird viel Platz geschaffen. So können einzelne Möbelstücke als Blickfänger im Raum positioniert werden, ohne dass der Betrachter abgelenkt wird. Doch alte Möbel sind nicht aus der Mode gekommen: Antike Einzelstücke geben einem Raum eine besonders individuelle Note.

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Stilvolles Möbelarrangement in der modernen Wohnung

Wohnungseinrichtungen orientieren sich an vielen Dingen, sind letztlich aber doch stets individuell geprägt vom eigenen Geschmack und Empfinden. Allerdings ist nicht jeder Platz für ein Möbelstück auch automatisch gleich gut gewählt, nur weil man ihn subjektiv als gut empfindet. Erfahren Sie hier, wie sie mit ihrem Platz sinnvoll haushalten.

Stilvolles Arrangieren – so nutzen Sie den vorhanden Raum optimal

Bestmögliche Raumnutzung, das bedeutet nicht: Verwenden Sie auf Biegen und Brechen jeden freien Winkel den Sie finden können. Modernes Wohnen lässt Platz, und zwar nicht nur für die eigenen Ideen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes. Wir leben in einer Zeit, in der Purismus herrscht – klare Formen, Linien und Kanten lassen Luft zum Atmen, und wirken entspannend. Zu viele Möbel auf zu wenig Raum hingegen erdrücken sehr schnell, wirken unorganisiert oder gar hektisch. Achten Sie auf eine klare Führung durch den Raum. Das bedeutet, dass die Raummitte möglichst frei bleiben sollte – so wirkt der Raum insgesamt größer und ruhiger. Hohe Elemente neben niedrigen zu arrangieren ist nicht sehr sinnvoll, sie brechen den Gesamteindruck. Generell sind tiefe Möbel wie Sideboards zu bervorzugen, und kalte Elemente wie Metall und Elektrogeräte kombinieren Sie mit warmen natürlichen Materialien wie Stoff und Holz. Kombinieren Sie helle und dunkle Möbel direkt miteinander, denn das verleiht dem Raum Tiefe. Viele Menschen reagieren darüber hinaus empfindlich auf optische Ungleichgewichte. Sofern möglich, achten Sie auf eine gewisse Symmetrie der Elemente zueinander. Als bestes Beispiel gilt hier der Rechte Winkel.

Die Lehre von der Raumpsychologie

Die Chinesen wussten es vor über 3500 Jahren schon: Alles hat seinen angestammten Platz. Obwohl man bezüglich Feng Shui natürlich auch skeptisch eingestellt sein kann und darf: Einige Elemente dieser Raumlehre haben es bis in die anerkannte moderne Innenarchitektur geschafft, und gelten auch bei Psychologen als wertvolle Lehren wenn es darum geht ein ausgeglichenes Miteinander von Geist und Materie zu schaffen. Das Kernelement hierbei ist, dass der Wohnraum optimal sowohl auf Bedürfnisse des Alltag abgestimmt wird, wie auch auf unser seelisches Gleichgewicht. Diese Wirkung findet unterbewusst statt und ist essentiell. Ziel soll es sein, dass das Gesamtbild am Ende harmonisch wirkt, und eine optische wie energetische Balance schafft. Im Grunde tatsächlich nichts anderes als die moderne Raumgestaltung, nur klarer definiert. Nach Feng Shui in der Lehre der fünf Elemente arrangieren Sie beispielsweise Metallmöbel in Richtung Westen und Nordwesten, während Holz dem gegenüber auf der Ostseite liegen sollte. Ebenfalls von Bedeutung sollte sein, dass Sitzgelegenheiten möglichst nie mit dem Rücken zu Tür oder Fenster platziert werden. Die moderne Wohnung möchte entspannend wirken, aber auch übersichtlich. Achten Sie darauf, dass jeder Sitzplatz quasi eine Rundumsicht bietet. So fühlen sich auch Gäste wohl und geborgen.

Alte Weisheiten neu verpackt

Es ist tatsächlich so, dass der Lehre von der Harmonie im modernen Wohnbereich sehr viel Bedeutung inne wohnt. Stellen Sie ihre Möbel nicht einfach dorthin wo gerade Platz ist, sondern überlegen Sie sich, wie sie miteinander interagieren können. Das DVD-Regal gegenüber der TV-Bank ist dabei ebenso unsinnig wie der Essplatz für 6 Personen in der Mitte einen viel zu kleinen Raums. Schenken Sie dem Raum ruhig ein paar leere Plätze und Wände.

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Die Einrichtung ist eine Frage des Stils

Es gibt viele unterschiedliche Stile, an die man sich bei der Gestaltung der Wohnräume halten kann. Favorisieren Sie eine nordische oder mediterrane Einrichtung Ihrer Wohnung? Mögen Sie es gemütlich im Landhaus-Stil oder poppig bunt wie in den 60er Jahren? Hier finden Sie einen Überblick über die beliebtesten Einrichtungsstile.

Einrichtungsstile: Farben, Möbel, Deko

Der mediterrane Stil, wie Sie ihn bestimmt schon mal im Urlaub in einem südlichen Land kennengelernt haben, ist leicht nachzuahmen. Ein Fliesenboden ist typisch, allerdings kein Muss. Weiß und Creme, aber auch knallige Farben wie Gelb und Orange finden Verwendung. Die Möbel sind aus Rattan oder massiven, dunklen Hölzern gefertigt. Ein paar schmiedeeiserne Dekorationselemente und üppige Pflanzen runden den Stil ab. Im Gegensatz zum mediterranen Stil ist die nordische Variante eher kühl, aber durchaus nicht ungemütlich. Einzelne Wände in Pastellfarben, helle, schlichte Möbel und knallige Deko gehören dazu. Es darf ruhig auch mal ein verspieltes Element wie ein Sofabezug im Blümchen-Dekor verwendet werden, aber trotzdem sollte alles praktisch und aufgeräumt erscheinen. Der Landhaus-Stil darf hingegen etwas üppiger gestaltet werden. Massives Holz und große Bilder sind bezeichnend. Leder und schwere Vorhänge strahlen Gemütlichkeit aus, die durch einen Kamin noch verstärkt wird. Der Pop-Art-Stil im Zeichen der 60er Jahre wird besonders durch Mustertapeten und knallige Farben charakterisiert. Sitzmöbel aus Kunststoff, Kunstdrucke und Lampen in ungewöhnlichen Farben sind ebenfalls typisch.

Vorsicht bei der Kombination mehrerer Stile

Das wichtigste bei der Inneneinrichtung Ihrer Wohnräume ist der Wohlfühlfaktor. Sind Sie ein Mensch, der Wert auf eine individuelle Einrichtung legt? Dann sollten Sie einen Stil wählen, der Ihre Persönlichkeit unterstreicht. Mögen Sie es lieber kuschelig oder puristisch? Lieben Sie antike und verspielte Möbelstücke oder sind Ihnen schliche und geradlinige Formen wichtig? Überlegen Sie sich genau, worauf Sie hinaus wollen, bevor Sie einkaufen gehen. Sollten Sie sich komplett neu einrichten, wählen Sie am besten erst die Wandfarbe aus. Achten Sie dabei auf Größe des Raumes und Lichteinfall durch die Fenster. Haben Sie hohe Decken und helle Räume, können Sie zu jeder Wandfarbe Ihrer Wahl greifen. Bei kleinen und dunklen Wohnungen sollte maximal eine Wand in einem satten Farbton gestrichen werden. Die Möbel werden auf die Wandfarbe abgestimmt. Lassen Sie die Wände weiß? Dann sollten Sie sich für dunkle Möbel entscheiden. Denn ein Kontrast ist wichtig. Sonst können die einzelnen Elemente nicht richtig wirken. Erst im Anschluss daran werden Lampen und Deko ausgesucht, um Highlights zu setzen. Je nach Geschmack und Einrichtungsstil mehr oder weniger.

Weniger kann oft mehr sein

Es hat eine tolle Wirkung, wenn eine Wohnung oder ein einzelner Raum nach einem bestimmten Stil eingerichtet ist. Dazu sollte man allerdings ein gutes Gespür für Farben und Formen besitzen und auch bereit sein, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen. Es ist aber auch möglich mit wenigen Mitteln eine Wohnung stilvoll zu gestalten. Machen Sie sich einfach bewusst, welchem Stil Ihre bisherigen Möbel am ehesten entsprechen und verleihen Sie dem Raum mit einem Eimer Farbe und ein paar Dekorationselementen neuen Glanz.

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Die bekanntesten Architekten der Gegenwart und ihre Bauten

Architektur umgibt uns. Wir leben in ihr und mit ihr. Und doch gibt es große Unterschiede zwischen den Einheitsbauten großer Architektenketten oder individuellen Meisterwerken, hinter denen meist ein brillanter Kopf mit einem großartigen Team steckt.

Zaha Hadid

Die große Architektin der Gegenwart ist die wohl bekannteste Frau innerhalb der männlich dominierten Architektenwelt. Die aus dem Irak stammende Künstlerin ist durch Bauten in Düsseldorf oder dem aufblasbaren Museum für Chanell bekannt geworden. 2004 erhielt sie den begehrten Pritzker Preis, eine Auszeichnung, die in der Welt der Architekten dem Oskar gleich kommt. Auf eine eigentümliche Weise sind Zaha Hadid und Deutschland miteinander verwoben. Hier stehen wichtige Werke der Architektin und doch ist sie mittlerweile als Professorin für Architektur in London tätig. Wolfsburgs neue Autostadt stammt aus ihrer Feder und auch die neue Hafenstadt in Düsseldorf ist von ihr. Entscheidend bei jedem Bauwerk der Hadid ist ihre klare Formensprache, die gleichzeitig organisch ist. Die geschwungenen Elemente aus 1001 Nacht sind in jedem ihrer Häuser und jedem ihrer Projekte vertreten und so wird das Weibliche in der Architektur auf eine neue Weise zu einem heroischen Ganzen.

Norman Foster

Der britische Architekt der Extraklasse Norman Foster gehört zu den bedeutendsten modernen Architekten. Er ist ebenfalls Träger des Pritzker Preises und wurde in Deutschland vor allem durch den Bau der Berliner Reichstag Kuppel bekannt. In der Tat ist dieses Bauwerk von so einzigartiger Schönheit und Klarheit, wie es in der Formensprache tatsächlich nur einem britischen Architekten gelingen kann. Dabei sieht sich Foster in seiner Formensprache dem deutschen Bauhaus und hier vor allem Walter Gropius verpflichtet. Genau das merkt man seinen Projekten und Entwürfen an. Die Form folgt immer der Funktion. Es ist die klare Linie und die provozierte Sachlichkeit, die in jedem seiner Entwürfe sichtbar ist. International hat sich Foster durch die “Essiggurke” – The Gherkin einen großen Ruf erlangt. Das Gebäude im Zentrum Londons ragt ein wenig eigentümlich in die Londoner Skyline. Doch gerade dieses Gebäude zeigt wie einfach hervorragende Architektur auch umwelttechnisch umgesetzt werden kann. Durch die ringförmige Anordnung der Büros entstehen natürliche Belüftungsvorgänge im Inneren des Gebäudes. Klimaanlagen sind nur bei extremen Witterungsverhältnissen von Bedarf. The Gherkin hat es mittlerweile zum modernen Wahrzeichen der Stadt London geschafft.

Gelebte Kunst

Moderne Architektur ist gelebte Kunst. Am eindrucksvollsten beweisen das Zaha Hadid und Norman Foster. Beide haben ihre eigene Formensprache gefunden und deklinieren sie in jedem ihrer Projekte konsequent durch. Während die eine eher Wert auf organische Formen legt, ist es das Bauhaus Prinzip, dem sich der andere verpflichtet fühlt. Das Prinzip guter Architektur verstehen jedoch beide ganz vortrefflich: Architektur dient dem Menschen. In ihr muss sich der Mensch geboren fühlen. Es muss die Umgebung und das Sein der Menschen erweitern. Nur dann macht ein Gebäude Sinn.

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Grundsätze für das richtige Bieten bei einer Kunstauktion

Bei einer Auktion oder Versteigerung hat der Verkäufer die Möglichkeit, die Zahlungsbereitschaft seiner Kunden auszutesten. Hierbei kann ein Mindestbetrag als Anfangsgebot festgelegt werden und bei optimalem Verlauf treffen sich Auktionator und Interessent bei einem akzeptablen Preis. Allerdings sollten Bieter sich im Vorfeld über die gewünschten Gegenstände informieren und diese auch besichtigen.

Seriosität ist Ehrensache

In vielen Großstädten gibt es Auktionshäuser, die sich auf die Versteigerungen von hochwertigen Kunstgegenständen spezialisiert haben. Die Spannbreite der Angebote reicht von Gemälden, Skulpturen, Möbel, Silber über hochwertigen Schmuck bis zu sakraler und Volkskunst. Interessenten können vor den Auktionsterminen, meist etwa 14 Tage vorher, die zur Versteigerung kommenden Objekte besichtigen. Zudem wird stets ein aktueller Katalog angeboten – vielerorts auch online erhältlich. Viele Exponate, besonders die recht hochpreisigen, werden mit einer Expertise verkauft. Werden diverse Objekte nicht verkauft, weil entweder der Mindestpreis nicht erreicht wurde oder sich gar kein Interessent gefunden hat, beginnt meist am Tage nach der Auktion ein Nachverkauf in den Räumen des Auktionshauses. Als potenzieller Bieter sollten Sie sich spätestens am Auktionstag frühzeitig dort einfinden und die Objekte prüfen. Der Online Katalog ist sehr hilfreich für einen ersten Eindruck, jedoch ist eine persönliche Besichtigung in jedem Falle zu empfehlen.

Bei einer Auktion mit wertvollen Objekten den Überblick nicht verlieren

Während der Auktion konzentrieren Sie sich auf die von Ihnen bevorzugten Objekte. Wenn Sie es einrichten können, ist ein Besuch einer Auktion ohne Bietabsicht empfehlenswert. Einfach nur, um sich über den Ablauf und die Atmosphäre ein Bild zu machen. Setzen Sie sich ein Preislimit, bevor Sie mit dem Bieten beginnen. In der Hitze des Gefechtes können sonst schnell mal mehrere tausend Euro zu viel ausgegeben werden. Bieten Sie mit Bedacht und Überlegung. Beobachten Sie den Auktionator und hören Sie auf die Stimmen der anderen Bieter. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, der Erste sein zu wollen. Es sei denn, Sie können es sich leisten. Nach einer erfolgten Auktion, die Sie im Bestfalle gewonnen haben, können Sie kleinere Gegenstände sofort bezahlen und mitnehmen. Wenn es sich um große Gemälde oder Möbelstücke handelt wird Ihnen das Auktionshaus gerne behilflich sein, eine geeignete Spedition zu finden oder den Gegenstand für kurze Zeit einzulagern, bis Sie ihn abholen können.

Gründliche Information in Vorfeld und Ruhe beim Bieten

Bei einer Kunstauktion geht es sehr häufig um hochwertige Exponate. Sie können hier das eine oder andere Schnäppchen machen, dürfen sich aber nicht zu unkontrolliertem Bieten verleiten lassen. Schauen Sie in Ruhe den Katalog durch und entscheiden sich dann für die Objekte ihrer Wahl. Dann können Sie, einige Tage vorher und auch noch am Auktionstag, die Sachen persönlich begutachten und sich über den Mindestpreis informieren. Danach legen Sie ein persönliches Limit fest, lassen Sie sich nicht von der Hitze der Auktion zu höheren Geboten verleiten. Auch sollten Sie nur auf die Objekte bieten, die Sie sich vorher ausgesucht haben; so werden Sie einen erfolgreichen und zufriedenstellenden Auktionstag erleben.

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Feng Shui in der Wohnung

Beim Einrichten ihrer Wohnung folgen viele Menschen der philosophischen Idee des Feng Shui, der chinesischen Lehre vom Gestalten des unmittelbaren Lebensumfeldes. Es verfolgt den Ansatz, durch die spezielle Platzierung von Einrichtungsgegenständen und der Beachtung von Energieströmen ein harmonischeres Lebensgefühl hervorzurufen. Auch die Verwendung von passenden Farben, Duftstoffen und Wohnaccessoires wie besondere Bildmotive oder Zimmerbrunnen kommen zum Einsatz.

Räumlich zugeordnete Lebensbereiche

Für die Einrichtung eines Raumes gibt es einen Lageplan, der neun verschiedene Felder in einem rechteckigen oder quadratischen Raum definiert. Das sogenannte Bagua orientiert sich immer an der Eingangstür des Raumes und definiert die grundsätzlich vorteilhafteste Platzierung von Einrichtungsgegenständen themenbezogen. Die dem Eingang gegenüberliegenden Lebensthemen sind von links nach rechts gesehen Reichtum, Ruhm und Partnerschaft. Nach der Feng Shui-Lehre ist das Bett in der rechten Ecke richtig platziert und zu den Feldern Ruhm und Reichtum passen zum Beispiel Pokale, Urkunden, Schatzkistchen oder ein Safe. Links und rechts der Mitte teilen sich die Themen Familie und Kinder die Felder neben dem mittleren Feld des Tai Chi, das Energiezentrum des Raumes und der Gesundheit zugeordnet. Die drei Lebensthemen auf der Seite der Eingangstür von links nach rechts sind Wissen, Karriere und hilfreiche Freunde. Ein Bücherregal, der Arbeitsplatz und Fotografien von Freunden und schönen Erinnerungen haben hier ihren richtigen Platz.

Die Chi-Energie muss frei fließen

Ein weiteres Grundprinzip des Feng Shui als Einrichtungsleitfaden ist die Annahme, dass eine universelle Lebensenergie, das Chi, allen menschlichen Lebensraum umgibt. Dieses Chi bewegt sich sowohl spiralförmig wie der der Wind, als auch wellenförmig wie das Wasser durch den Raum. Neben der Platzierung der Einrichtungsgegenstände ist der freie Fluss des Chi die Grundabsicht beim Feng Shui. Da der Fluss sich die Öffnungen im Mauerwerk sucht, sind vor allem Türen und Fenster von immenser Bedeutung. Kein Einrichtungsgegenstand oder sonstiges Hindernis sollte das Chi beim Fließen behindern. Beim Feng Shui entsteht daher ein oft sehr offener und luftiger Architekturstil, zumal auch versucht wird, Ecken, Kanten und Vorsprünge zu vermeiden. So sind zum Beispiel Dachräume mit Stützgebälk eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe für die Anwendung von Feng Shui. Passend zu der luftigen Atmosphäre sind dunkle Ecken der Lebensharmonie abträglich und auch dunkle Farben werden nur sehr zurückhaltend eingesetzt. Möbel mit hohem Aufenthaltswert wie Sitzgelegenheiten oder Betten sollten nicht auf geradem Weg zwischen Tür und Fenster stehen, da das fließende Chi in diesem Fall für Unruhe sorgen kann.

Schon wenige Handgriffe ändern das Wohngefühl

Nicht jede Wohnung oder jedes Haus hat einen idealen Grundriss, um die Gesetze des Feng Shui perfekt anwenden zu können. Die Grundkenntnis über das Bagua, den Lageplan der Lebensthemen und das Chi, den Fluss der Energie ermöglicht auch einzelne Anpassungen in der Einrichtung. Manchmal kann allein das Verrücken eines Bettes zu einem wesentlich besseren Schlaf führen oder eine neue Wandfarbe die Bewohner sich wohler fühlen lassen. In fast jeder Wohnung oder jedem Haus gibt es ein Ecke, die vernachlässigt wirkt oder wo sich trotz Sitzgelegenheit niemals jemand niederlässt. Das kann sich mit einer kleinen Veränderung im Sinne von Feng Shui komplett ändern.

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Kunstwerke für die Wohnung – was passt wohin?

Es ist die Kunst, die das Leben erklärt und es bereichert. Kunst sollte uns daher umgeben – auch in unseren Wohnräumen. Ob das prachtvolle Ölgemälde im Essbereich oder über dem Sofa hängen soll, das ist keine Geschmacksfrage. Es gibt, um stilvoll mit Kunst zu leben, einige wenige Regeln, die Sie einhalten möchten, wenn Sie sich als wahre Kunstkenner behaupten möchten.

Van Gogh für das Esszimmer

Zunächst einmal sei Ihnen versichert, dass Sie der Kunst, wenn Sie sich dazu entschließen, in Ihren Wohnräumen ein neues zu Hause zu geben, wahrhaftig Anerkennung zeigen. Das allein beweist schon Ihren guten Einrichtungsstil. Allerdings sollte es nicht gerade Michelangelos David sein, der in seiner bestechenden Pose Ihre Gäste in der Diele empfängt. Vielmehr ist eine solche Skulptur im Wohnbereich richtig. Die Diele entspricht eher praktischen Überlegungen. Neben Schuhen und Jacken sollten hier vor allem Stiche oder Drucke von Pflanzen hängen. Leichte und vor allem überschaubare Kost ist hier genau richtig. Schließlich halten sich weder Sie noch Ihre Gäste lange in der Diele auf. Anders sieht es da im Essbereich aus. Gerade hier in diesen Bereichen müssen Sie Gemälde anbringen, deren Betrachtung eine Aussage gestattet, aber nicht vom eigentlichen Thema – dem Essen – ablenkt. Beliebte Künstler sind vor allem Van Gogh und Monet – aber wagen Sie ruhig eigene Wege!

Dramatik für das Wohnzimmer

Gerade das Wohnzimmer eignet sich ganz hervorragend für dramatische Kunstwerke. Kleinere Skulpturen finden hier ein neues zu Hause neben Originalen und hervorragenden Drucken. Bilder interessanter Landschaften, von Ikonen oder Stillleben machen diesen Wohnraum perfekt. Scheuen Sie sich aber, Portraits aufzuhängen. Schließlich möchten Sie einmal am Tag unbeobachtet entspannen können. Nicht umsonst hängen Portraits in Filmen oder Büchern immer in langen Fluren. Dort ist es in Ordnung wenn Sie sich auf die eine oder andere Weise beobachtet fühlen. Schließlich ist die Verweildauer in einem Flur ebenso kurz wie in einer Diele. Auch Lichtskulpturen sind in Dielen willkommen. Wenn Sie sich für Lichtskulpturen interessieren, wagen Sie den großen dramatischen Auftritt einer solchen Skulptur in ihrem Wohnzimmer. Manch einer mag auch das Spiel verschiedener Farben in seinen Schlafräumen. Allerdings ist davon abzuraten. Als wichtiges Prinzip allerdings gilt: Kunst hat in einer Küche nichts zu suchen. Schließlich ist die Gefahr sehr groß, dass lästige Fettspritzer oder Hinterlassenschaften von Fliegen, das Kunstwerk unwiederbringlich zerstören.

Kunst – aber bitte richtig platziert

Sie sehen also, dass Kunst in Ihren Räumen willkommen ist und auch willkommen sein sollten. Die wenigen Regeln gelten dazu, Ihnen das Entspannen und das bewusste Erleben von Kunst zu erleichtern. Also achten Sie darauf, die Dramatik in Diele und Flur klein zu halten. Setzen Sie stattdessen auf den großen Auftritt im Wohnbereich. Das Esszimmer hingegen sollte von Augenschmeichlern behängt sein. So haben Sie mit Sicherheit noch eine ganze Weile Freude an Ihren Kunstwerken.

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